Die Bezeichnung „anabol“ kommt aus dem Griechischen, betrifft den Anabolismus und kann mit aufbauend übersetzt werden. Konkret geht es um den Baustoffwechsel des Körpers, der Körpersubstanz aufbaut wie zum Beispiel die Gluconeogenese bzw. die Protheinsynthese. Ein Anabolikum ist somit eine Substanz, die diesen Baustoffwechsel gezielt anregt. Testosteron ist ein körpereigenes Hormon, das diese Wirkung hat. Mit Anabolikum ist jedoch zumeist ein synthetisches Steroid (Verbindung) gemeint, das die Eiweißsynthese unterstützt bzw. fördert. Im Bodybuildingbereich eingesetzt, sind anabole Supplements somit Nahrungsergänzungsmittel, die gezielt den Eiweißaufbau in der Muskulatur erhöhen und deshalb den Muskelaufbau gezielt fördern. Allerdings geschieht das nur, wenn auch gleichzeitig ein gezieltes Muskeltraining erfolgt.
„Katabol“ bezieht sich dagegen auf den Abbaustoffwechsel des Körpers. Katabolismus ist eine Reaktion des menschlichen Körpers auf Belastung. Mit jeder Anstrengung erfolgt stets auch gleichzeitig ein Schwund der Körpersubstanz. Fehlende Regeneration unterstützt diesen Vorgang noch zusätzlich. Die Bezeichung „Katabol“ kommt aus dem Griechischen und ist mit Kräfteverfall gleichzusetzen.
Antikatabol heisst nicht automatisch anabol. Es geht hier vielmehr um die Wirkungsweise, die die Entstehung kataboler Vorgänge (Muskelabbau) abwendet oder zumindest mindert. Das bekannteste Mittel mit einer antikatabolen Wirkung ist wahrscheinlich das Aspirin, das jedoch im Bodybuildingbereich weniger zu empfehlen ist, da es oftmals Magenprobleme verursacht. Casein hat antikatabole Eigenschaften. Es ist der Proteinanteil in der Milch, der in der Käseherstellung nicht mit der Molke ausgeschieden wird, sondern im fertigen Käse drin bleibt. Casein ist somit in hoher Konzentration im Quark und im Käse enthalten.
BCAA’s entfalten vor allem beim Training ihre antikatabolen Effekt. Sie verhindern den normalerweise stattfindenden Abbau von körpereigenen Aminosäuren.
Dass beim Bodybuilding die Muskeln zunächst zerstört werden müssen, um sich in der Regenerationsphase wieder aufzubauen, ist eigentlich nichts Unbekanntes mehr. Daher werden Möglichkeiten geschaffen, auf gutem Weg eine Verminderung der Muskelzerstörung zu gewährleisten.
Erreichen lässt sich dies mit der separaten Zuführung von BCAA-Aminosäuren, die der Körper selbst nicht produzieren kann. Die psychische und physische Leistungsfähigkeit wird durch solche Mittel, die in Tablettenform gereicht werden, gefördert. Während des Trainings zeichnet sich bereits ab, dass die zusätzlichen Stoffe etwas bringen. Auch in wissenschaftlichen Überprüfungen, die mit einer Gruppe von Testpersonen ausgeführt wurden, zeigten sich gute Ergebnisse. Gleich nach dem Beginn des Tests wurde ein 120 minütiges Programm anberaumt, welches mit einem Fahrradergometer vollzogen wurde. Der verursachte Muskelschaden nahm nach mehreren Tagen, bei der die gleichen Anforderungen gestellt wurden, ab.
Doch wodurch entstehen diese Möglichkeiten? BCAAs unterstützen die Prozesse, die im Körper anabol entstehen und gleichzeitig hemmen sie die katabolen Prozesse. Somit werden kontraktile Proteine und Membranproteine während der Belastung nicht abgebaut. Der ganze Effekt kann sich gleichzeitig auch auf den Eiweißstoffwechsel positiv auswirken. Ein netter Nebeneffekt ist übrigens auch die Insulinsensitivität der Muskeln, der sich bei der Einnahme erhöht.
Effektiv sind Supplemente eine erlaubte Maßnahme, die beim Bodybuilding immer öfter angewandt wird. Somit werden auch diese Supplemente, die bereits genannt wurden, sehr positiv aufgenommen von den Sportlern. Die Mittel gibt es in jedem Fachhandel, der sich mit Supplementen auskennt und vermitteln kann. Gereicht werden sie in Tablettenform, wahlweise aber auch als Pulver. Wichtig ist trotzdem nach wie vor, das Training nicht zu überreizen sondern dem Körper auch die Zeit der Regeneration zu geben, damit er sich wieder erholen kann.
Branched Chain Amino Acids oder kurz BCAA ‘s sind eine Kombination der essentiellen Aminosäuren Isoleucin, Leucin und Valin, die zum Aufbau von Körpergeweben, speziell Muskeln und Organen, gebraucht werden. Da sie der Körper nicht selber bilden kann, müssen sie zugeführt werden. Im Gegensatz zu den meisten Aminosäuren, die von der Leber aufgenommen und verarbeitet werden, gelangen die BCAA’s als Energie- und Stickstofflieferanten für die körpereigenen Proteine auf direktem Weg in die Skelettmuskulatur.
Insbesondere in Eiern, Milch- und Fleischprodukten sind diese verzweigt kettigen Aminosäuren vorhanden und werden so mit der Nahrung aufgenommen. Normalerweise reicht die benötigte Menge bei einer ausgewogenen Ernährung. Durch Extrembelastung, wie im Hochleistungssport und beim Bodybuilding, braucht der menschliche Körper wesentlich mehr dieser Energie liefernden Aminosäuren. Wird der Mehrbedarf nicht mit mit einer Nahrungsergänzung ausgeglichen, werden die Energiereserven schneller aufgebraucht, was zu vorzeitiger Erschöpfung führt. Die Muskel sind mit der Zeit nicht mehr so belastbar und die Erholungsphasen nach dem Training werden immer länger. Gleichzeitig erfolgt eine Hemmung der Neubildung von Körpergewebe.
Mit der Einnahme von BCAA’s, entweder in flüssiger Form oder als Kapseln, wird das Muskelwachstum angeregt, die vorhandenen Muskeln werden geschützt und die Regeneration entscheidend verbessert, was optimierte Trainingsleistungen zur Folge hat. Zusätzlich erfolgt eine Reduktion des Fettgewebes und bei einer Diät bzw. bei einer Phase ohne Nahrung wird verhindert, dass sich die Muskulatur abbaut. Kraftsportlern empfiehlt man eine Tagesdosis von 5 bis 15 mg. Bei den angebotenen Produkten gibt es große Qualitätsunterschiede, was den Rat eines Fachmannes sinnvoll macht.
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