Laktat (2)
Grundsätzlich ist die Bildung des Laktat aber ein Vorgang, der den betreffenden Sportler nicht beunruhigen muss. Es ist vielmehr so, dass sich bei einer erhöhten Belastung auch ein erhöhter Abbau von Laktat feststellen lässt. Dieses überschüssige Laktat wird zwar in den Muskeln gebildet, aber durch den Blutkreislauf abtransportiert.
Dabei steht es dann in anderen Organen zur weiteren Verwendung zur Verfügung, so dass beispielsweise die Nieren oder die Lunge mit diesem Stoff versorgt wird. Es stellt sich also wieder ein Gleichgewicht ein, denn es wird also bei erhöhter sportlicher Belastung zusätzliches Laktat gebildet und abgebaut. Dabei erhöht sich also der Laktatwert im Blut, bleibt aber konstant.
Erst dann, wenn eine Überschreitung der so genannten Belastungsschwelle von der gewohnten oder zumindest nicht übermäßig hohen Belastung zu einer extrem hohen und ungewohnten Belastung erfolgt, kommt es zu der so genannten Nettoproduktion von Laktat und damit zu einer Übersäuerung des Muskels.
Dabei hängt die Bildung des Laktats aber nicht ausschließlich nur von der Belastung selbst sondern auch von den verfügbaren Mitochondrien bzw. der Mitochondrienmasse ab. Wer also regelmäßig hart trainiert und einen Zuwachs an Muskeln und damit an Gewebe zu verzeichnen hat, wird auch wieder eine Angleichung der Belastungsmöglichkeit verzeichnen können.
Hier setzt der Kreislauf wieder von vorn ein, denn durch vermehrte Muskelmasse kann wieder mehr trainiert werden, bevor dann eine Übersäuerung durch zu hohe Laktatbildung festzustellen ist.
Aktuell starten wir mit Hilfe von Informationen eines Expertenteams mehrere Wissensreihen, die rund um Thematiken aus dem Bereich Bodybuilding für einen Wissenserwerb sorgen, der viele Hintergründe aufdeckt und Zusammenhänge zum Bodybuilding, bzw. Kraftsport verdeutlicht.
Heutiges Thema: Worum handelt es sich beim so genannten Laktat? (1)
Laktat ist eine Bezeichnung für so genannte Salze der Milchsäure, die sich vor allem bei einer hohen physiologischen Belastung bilden. Die Milchsäure selbst ist dabei eine sehr starke und stark wirkende Karbonsäure, die ebenfalls in engem Zusammenhang mit physiologischer Anstrengung auftritt.
Das Laktat, welches im menschlichen Körper am häufigsten vorkommt und eben auch bei sportlicher Anstrengung gebildet wird, ist das Natriumlactat, welches sich vorwiegend in den Skelettmuskeln anreichert, wenn der Körper einer ungewohnten sportlichen Belastung ausgesetzt ist. Hierdurch kommt es dann zur Bildung des so genannten Muskelkaters, wobei diese Theorie aber von einigen Medizinern und weiteren Wissenschaftlern mittlerweile angezweifelt wird.
Sie sehen keinen wirklichen Zusammenhang zwischen der Milchsäure und dem auftretenden Schmerz, da dieser ja erst dann einsetzt, wenn der Milchsäurespiegel längst wieder seinen normalen Wert erreicht hat.
Trotzdem hängt der Anstieg des Laktats im menschlichen Muskel immer mit einer hohen Belastung zusammen, die aber nicht zwangsläufig eine sportliche Belastung sein muss. Wer ungewohnt schwere, körperliche Arbeit zu verrichten hat, wird das gleiche Phänomen feststellen können. Schuld ist hier immer eine Erhöhung des Glukosespiegels, damit der Körper die nötige Energie bereitstellen kann. Durch den Anstieg der Glukosemenge kommt es wiederum zur Laktatbildung.
Damit aber der Vorgang der Erhöhung des Glukosespiegel einsetzen kann ist eine körperliche Belastung nötig, wie sie beispielsweise bei anstrengenden Trainingseinheiten im Kraftsport und Bodybuilding sowie bei Ausdauersportarten und ähnlichen auftritt.
Morgen folgt die Durchleuchtung des Laktats in Zusammenhang mit Bodybuilding/Leistungssport.

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So wie in allen anderen Zellen, fällt auch in der Muskelzelle bei der Energiegewinnung Blutzucker an. Dieser Stoffwechsel ist ein Glykose-Stoffwechsel, der keinen Sauerstoff benötigt, was als anaerober Vorgang bezeichnet wird. Dabei entsteht Pyruvat, welches bei normaler Belastung mit Hilfe des Zitronensäurezyklusses wieder ausgeglichen wird.
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