Creatin FAQsWas ist Creatin?Creatin ist eine organische Säure, die in unserem Körper (in der Leber, der Niere und in der Bauchspeicheldrüse) synthetisiert werden kann. Sportler nutzen unterschiedliche Creatin Verbindungen zur Nahrungsergänzung und möglichen Leistungssteigerung wie einer Kraftsteigerung und verstärktem Muskelaufbau. Creatin nehmen wir aber auch über die normale Ernährung vor allem in Form von rotem Fleisch und Fisch zu uns. Der chemische Name für Creatin ist 3-Methylguanidinoessigsäure. Da das eher ein Zungenbrecher ist bleiben wir lieber beim Creatin.Hier die chemische Zusammensetzung von Creatin: Creatin ensteht im Körper aus drei unterschiedlichen Aminosäuren - Arginin, Glycin und Methionin. Die Leber hat die Fähigkeit diese drei Aminosäuren zu kombinieren und daraus Creatin zu synthetisieren. Der andere Weg Creatin aufzunehmen ist der Weg über Sporternährungs Produkte. Wieviel Creatin befindet sich in unserem KörperDie Menge an Creatin variiert, abhängig von der Muskelmasse und dem Körpergewicht. Bei einem 80kg schweren Sportler sollte etwa 120g Creatin im Körper gespeichert sein.Wo ist das Creatin im Körper gespeichert?Es wird davon ausgegangen das etwa 95-98% des Creatins in unserem Körper in der Muskulatur gespeichert ist. Die verbleibenden 2-5% sind in diversen anderen Teilen des Körpers, wie dem Gehirn, dem Herz und den Hoden gespeichert.Was genau bewirkt Creatin?Jetzt beginnt der Spaß. Als Erstes, bevor wir diese Frage beantworten - es sollte klar sein das die Theorie was Creatin bewirkt genau das ist - eine Theorie. Es ist schon erstaunlich wie wenig wir wirklich davon wissen, was in unserem Körper passiert. Egal, wir werden das beschreiben, was der überwiegende Teil der Forschungsergebnisse über die Rolle des Creatins im Körper ergeben hat.1. Bereitstellung zusätzlicher Energie für die Muskelarbeit Es ist an der Zeit für eine simple Biologie Stunde. In unserem Körper gibt es ein Molekül mit Namen ATP( Adenosin Tri-Phosphat). Das ATP kann man simpel betrachtet als Energiespeicher sehen. Wichtig zu wissen ist der Fakt das der Körper sehr schnell aus einer ATP Reaktion Energie für die Muskelarbeit freisetzen kann. Es gibt andere Energiequellen im Körper wie Kohlenhydrate und Fette, aber es dauert hier länger diese zu konvertieren um die gespeicherte Energie nutzen zu können. Bei einer hochintensiven, schnellen Aktivität wie dem Gewichtheben oder einem Sprint muss die Muskulatur schnell und stark kontrahieren und benötigt dafür eine extrem schnell verfügbare Energiequelle. Diese schnell benötigte Energie stammt aus dem ATP. O.k.-Du willst noch mehr erfahren? Jetzt wird es interessant. Wenn die Muskeln ATP zur Energiebereitstellung nutzen, dann geschieht das über einen chemischen Prozess bei dem das ATP aufgespalten wird in zwei einfachere chemische Elemente in Form des ADP´s (Adenosin Di-Phosphat) und anorganischem Phosphats aufgespalten. Dieser Prozess bei dem ATP in ADP umgesetzt wird, sorgt für die nötige Energiebereitstellung die die Muskulatur befähigt zu kontrahieren. Unglücklicherweise haben wir kein unendliches Angebot an ATP. Tatsächlich steht der Muskulatur bei maximaler Kraftanstrengung ATP nur für ca. 10-15 Sekunden zur Verfügung. Falls Du Dich wunderst-nein, das ADP kann nicht dazu genutzt werden mehr Energie für die Muskulatur zu liefern. Dies ist der Punkt bei dem das Creatin ins Spiel kommt, oder genauer das Creatin Phosphat (CP). Wir wollen nicht zu sehr ins Detail gehen, am interessantesten ist zu wissen das die Mehrheit des in der Muskulatur gespeicherten Creatins gebunden ist an reichlich vorhandenen Phosphor Speichern und so in Creatin Phosphat konvertiert wird. Das Creatin Phosphat ist in der Lage mit dem ADP im Körper zu reagieren und "nutzloses" ADP zurück in die Power Energiequelle ATP zu verwandeln. Mehr ATP im Körper bedeutet mehr Energie für die Muskulatur. Creatin wirkt so als Recyclingsystem für die Energieversorgung bei hochintensiven Belastungen. 2. Volumisierung der Muskulatur. Klingt so als hätten wir dieses Wort gerade geschaffen-Volumisierung-oder? Tatsächlich handelt es sich nur um ein Phantasiewort für den Prozess, bei dem Flüssigkeit in die Muskelzelle geschleust wird und so das Volumen der Muskulatur vergrößert wird. Creatin hat die Eigenschaft Wasser in die Muskelzellen zu schleusen, was die Muskelmasse vergrößert. Freue Dich nicht zu sehr, es ist noch nicht ganz klar wie groß dieser Effekt genau ist. Punkt Nummer 1 ist ein deutlicherer Vorteil des Creatins. 3. Creatin als Milchsäure Puffer. Neuere Studien haben gezeigt das Creatin dazu beitragen kann, die Milchsäure Produktion in der Muskulatur während des Trainings abzupuffern. Das ist dieses fiese Brennen das man während intensiven Trainings in der Muskulatur spürt. Rein wissenschaftlich ist die Milchsäure (Laktat) Bildung ein komplizierter Prozess. Einfach ausgedrückt wird ein Wasserstoff Ion an das Creatin gebunden was zu einer verzögerten Laktatbildung führt. Es sind aber noch vermehrte Forschungsanstrengungen nötig um diese Annahme zu bestätigen. 4. Steigerung der Protein Synthese. Es gibt einige Daten die darauf hindeuten das Creatin den Körper den anabolen Status erhöhen und so für eine Verbesserung der Protein Synthese sorgen kann. Je höher die Proteinsynthese, desto größer der Muskelaufbau. O.k., jetzt wißt Ihr sehr vereinfacht was Creatin im Körper bewirkt. Von allen Punkten ist der Punkt 1 derjenige mit dem größten Nutzen für den Körper. Über die anderen Punkte wird noch mehr gestritten, aber sie scheinen ebenfalls sehr interessant zu sein. Sind die 120g Creatin in meinem Körper nicht ausreichend?Vielleicht...Die ganze Idee hinter der Creatin Einnahme als Sporternährungs Produkt ist der Fakt das bei harten Trainingseinheiten viel Creatin verbraucht wird. Wenn Du jetzt ein Creatin Präparat einnimmst steht mehr Energie zur Verfügung-der ATP Energie Zyklus kann eine längere Zeit aufrecht erhalten werden. Genaue Infos zur Creatin Einnahme gibt es in einem weiteren Artikel, hier nur ganz kurz ein paar Sätze. Unglücklicherweise sind die Creatin Vorräte der Muskulatur nicht unbegrenzt. Durchschnittlich befinden sich etwa 3.5-4g Creatin in einem Kilo Muskelmasse. Wenn einmal dieser Vorrat in der Muskulatur aufgebraucht ist muss eine Belastungspause eingelegt werden, bevor die gleiche Muskelgruppe wieder trainiert werden kann. Studien haben gezeigt das die menschliche Muskulatur bis zu 5g Creatin pro Kg speichern kann. Wenn also ein Creatin Präparat als Nahrungsergänzung genutzt wird, kann der Creatin Spiegel in der Muskulatur von 3.5 auf 5g gesteigert werden. So können mehr der Vorzüge des Creatins genutzt werden.Was passiert mit dem Creatin das nicht im Körper genutzt wird?Überschüssiges Creatin wird letztendlich konvertiert in das Abfallprodukt Creatinin und dann vom Körper ausgeschieden.Verwandte Artikel: 1. Creatin als Sporternährung 2. Creatin Dosierung 3. Creatin Einnahme vor oder nach dem Training? Infos über Creapure Creatin:1. Creapure® FAQ´s2. Langzeit Anwendung von Creapure® Creatin 3. Creatin und mentale Fitness 4. Wirkung von Creatin bei Vegetariern 5. Creatin in der Reha 6. Creatin für ältere Menschen
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